Am 5. August 2026 ist der erste Förderaufruf des Bayerischen Förderprogramms für Nutzfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb (BayH2N) gestartet. Für diesen ersten Aufruf stehen bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung – Teil eines auf 35 Millionen Euro angelegten Gesamtprogramms, mit dem der Freistaat Bayern den Markthochlauf der Wasserstoffmobilität im Nutzfahrzeugbereich bis 2028 vorantreibt.
Gefördert werden Kauf und Leasing von Brennstoffzellen- und Wasserstoffverbrennerfahrzeugen der EG-Fahrzeugklassen N1 bis N3 mit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Investitionsmehrkosten gegenüber einem vergleichbaren Diesel-Fahrzeug. Für die Fahrzeugklasse N3 (schwere Lkw) sind Förderhöchstsummen von bis zu 300.000 Euro je Brennstoffzellenfahrzeug beziehungsweise bis zu 180.000 Euro je Wasserstoffverbrenner-Fahrzeug vorgesehen. Der Förderaufruf ist seit 5. August 2026, 12:00 Uhr, für zwölf Wochen geöffnet; Anträge können bis zum 28. Oktober 2026, 12:00 Uhr, beim Projektträger Bayern Innovativ GmbH eingereicht werden.
Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger begründete den Schritt mit der hohen Nachfrage, die ein paralleler Bundesförderaufruf für Wasserstoff-Nutzfahrzeuge bereits gezeigt habe. Mit dem bayerischen Programm erhielten Unternehmen zusätzliche Planungssicherheit und weitere Investitionsanreize für den Umstieg auf klimafreundliche, gleichzeitig leistungsfähige Nutzfahrzeuge.
Zum Start des Förderaufrufs wurde die zugrunde liegende Förderrichtlinie zudem praxisnäher gestaltet: Die Frist zur Fahrzeuganschaffung nach Bewilligung wurde von zwölf auf 18 Monate verlängert, die bisherige Mindestlaufleistung von 20.000 Kilometern pro Jahr entfällt vollständig. Auch die Zweckbindungsfrist und das Auszahlungsverfahren beim Leasing wurden präzisiert.
H2HUB Initiative unterstützt bei der Antragstellung
Im Rahmen der H2HUB-Initiative unterstützen wir interessierte Speditionen, Unternehmen und regionale Wasserstoff-Projekte in Bayern bei der Vorbereitung ihrer BayH2N-Förderanträge – von der Einschätzung der Förderfähigkeit bis zur Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen. Das Programm ergänzt gezielt die bestehenden Förderprogramme für Wasserstofftankstellen und Elektrolyseure und schafft damit die Nachfrageseite, die für den wirtschaftlichen Betrieb unserer Infrastrukturprojekte in Bayern entscheidend ist.
Am 11. August informiert der Projektträger Bayern Innovativ in einem Webinar (11:00–12:00 Uhr) ausführlich über das Antragsverfahren. Unternehmen, die eine Förderung planen, können sich bei Fragen jederzeit direkt an die H2HUB-Initiative wenden.
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